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Erdmann

Dietrich Erdmann, 1917 in Bonn geboren, lebt seit 1925 in Berlin. Hier studierte er an der Musikhochschule Dirigieren und Komposition (bei W. Gmeindl und K. Thomas). Nach siebenjähriger Militärzeit unterrichtete er 35 Jahre zunächst an der Pädagogischen Hochschule, dann an der Hochschule der Künste. 1947 wurde er Professor, 1970 Prorektor.
1935 gründete er mit Gleichgesinnten den "Arbeitskreis für Neue Musik", der sich damals "unerwünschter" Musik annahm. 1963 gründete er das "Studio Neue Musik Berlin".
Er schrieb 17 Solokonzerte, 15 Orchesterwerke und zahlreiche Kammermusiken für vielerlei Besetzungen, Lieder und Kantaten. Aufführungen und Sendungen seiner Werke erfolgten im In- und Ausland und auf Festivals.
1987 wurde er mit dem BVK ausgezeichnet, 1988 erhielt er den Johann-Wenzel-Stamitz-Preis und 1998 die Humboldplakette.
„Jeu“ für Flöte und Zymbal (1978) ist Katerina Zlatníková gewidmet.
Erdmann: "Nachdem ich Katerina Zlatníková in einem Konzert erlebte, war ich vom dem Klang des Zymbals so fasziniert, dass ich die drei Sätze des Stückes in kürzester Zeit niederschrieb. Die Kombination mit der Flöte fand ich besonders reizvoll. Die Satzfolge schnell - langsam - schnell ist konventionell, das Klangergebnis den Instrumenten entsprechend unkonventionell".