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„Musicalisches LEXICON oder Musicalische Bibliothek“, J. G. Walther, 1732: „Westhoff (Johann
Paul von) des vorigen (Friedrich von Weshoff) Sohn, ein in der ltaliänischen, Frantzösischen und Spanischen Sprache wohl versirter Musicus und Violinist‘, ward gebohren zu Dreßden an. 1656, bekam an. 1671 die
damahls Chur-Sächsische Printzen, nemlich Hrn. Johann Georg IV. u. Friedrich Augusten, jetzige Königl. Majestät. in Polen, in linguis exoticis zu informiren, that an. 1674 eine tour nach Lübeck, wurde aber von dem
Churfürsten, Johann Georg II. wiederum nach Hofe, und zwar als Cammer-Musicus beruffen; gieng an. 1679, wegen eingefallener Pest, in der Suite der an S. Königl. Maj. in Schweden vermählten Dänischen Princeßin, mit
nach Schweden, von dar aber über Liefland wiederum zurück nach Sachsen, wurde vom Kayserl. General von Schultz an. 1680 zum Fändrich unter der Leib-Compagnie gemacht, und dienete in dieser Qualität in Ungarn gegen
die Türcken; muste aber die Kriegs-Dienste verlassen, und auf Churfürsts Johann Georg des IV Befehl abermahl nach Hofe kommen, that hierauf, mit gnädigster Erlaubniß, an. 1681 eine Reise nach Italien und
Franckreich, woselbst er nicht nur mit den berühmtesten, gelehrtesten Leuten und Virtuosen bekannt, sondern auch so gar mit dem Groß-Hertzoge von Florentz, und Könige in Franckreich mit ansehnlichen praesenten
begnadiget worden, welches auch hernach an. 1684 am Kayserl. Hofe geschehen, allwo man ihm eine güldene Kette anhängen lassen. Da diese Reise vollbracht, und von ihm auch Holl- und England, nicht minder
Nieder-Teutschland, Brabant und Flandern besehen war, heyrathete er an. 1685 Hrn. M. Bernhard Schmiedens, Archidiaconi an der Marien-Kirche zu Dreßden älteste Tochter: wurde, bey Veränderung des Dreßdenischen Hofes,
wegen Besteigung des Königl. Polnischen Thrones, zur Professur der frembden Sprachen nach Wittenberg von da aber an. 1698 an den hiesigen Hochfürstl. Hof und Capelle zu Weimar beruffen, und ihm der Character eines
Cammer-Secretarii beygeleget, in welcher Qualität er an. 1705 im April gestorben ist. Dieser, auch wegen anderer guten und Christlichen Tugenden, sehr beliebt gewesene gelehrte Musicus hat an. 1694 sechs Sonaten à
Violino solo e Basso Continuo, auf seine Kosten zu Dreßden in Kupffer stechen lassen, und ein Denckmahl seiner Kunst hinterlassen.“
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